Herzlich Willkommen beim FortSchritt Verein zur Verbreitung der konduktiven Förderung e.V. Münster. An dieser Stelle bieten wir Ihnen Informationen, rund um das Thema Hilfe für körperbehinderte Kinder insbesondere zur Verbreitung der Konduktiven Förderung nach der Methode des Prof. Petö. Ziele des Vereins FortSchritt sind: die Petö-Methode bei Betroffenen, Therapeuten und Ärzten bekannt zu machen, sie im bestehenden Gesundheits- und Sozialsystem zu etablieren, ihre Kostenübernahme durch die öffentlichen Kostenträger zu sichern und ein flächendeckendes Netz von Petö-Zentren zu institutionalisieren.Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser, liebe Eltern, die Verbreitung und Etablierung der Petö-Methode ist seit 1996 unsere selbst gewählte, ehrenamtliche Aufgabe. Körperbehinderte Kinder sollen auch in Münster und dem Münsterland durch sie eine Chance auf ein weitestgehend selbstbestimmtes Leben haben. Eltern, Familien und Helfer sollen dauerhafte Entlastung vom kräftezehrenden Alltag mit ihren behinderten Kindern erreichen können. Zwei Jahre vor unseren ersten Bemühungen in Münster hat in Starnberg im Mai 1994 die Familie von Quadt den ersten Schritt getan. Hanni und Peter von Quadt haben den ersten, bewegenden Impuls zur Aufmerksamkeit gesetzt. Der durch sie angeregte, bundesweit ausgestrahlte Fernsehfilm über die Konduktive Förderung nach Petö tat ein Übriges. Vorwiegend aufgrund ihrer ersten Initiative zur Verbreitung der Idee haben sich in Deutschland bisher rund zwanzig FortSchritt-Zentren und rund dreißig Petö-Zentren unter Namen wie Schritt für Schritt, Der erste Schritt u.ä. in Selbsthilfe etabliert. Alle haben ein gemeinsames Ziel: körperbehinderten Kindern durch die Petö-Methode zu helfen. Wir in Münster zählten als Filiale der Starnberger Mutterinitiative mit zu den ersten Gründern. Nach zweijähriger Vorarbeit haben wir im Dezember 1998 in konsequenter Verfolgung des Leitgedankens Verbreitung der Konduktiven Förderung einen weiteren Verein in Münster gegründet. Unter dem Namen FortSchritt Münster/Münsterland e.V. sollte er hier im Rahmen der gemeinsamen Ziele ein Petö-Therapiezentrum etablieren. Dessen Eröffnung war am 1. März 1999. Das Petö-Zentrum im Mathildenstift nahm mit 22 Kindern seinen gemeinnützigen Betrieb als Dauereinrichtung auf. Durch die Übernahme dieser Aufgabe wurde unsere Münsteraner Ursprungsinitiative entlastet und konnte sich konzentriert der weiteren Verbreitung und der Etablierung der Petö-Methode widmen. In Zusammenarbeit mit den bundes-, europa- und weltweiten Petö-Initiativen haben wir in gemeinsamer Arbeit erreicht, daß die Petö-Methode ins Bewußtsein der Kostenträger gerückt ist. Schon 1992 zeigte eine Untersuchung von Frau Prof. Weber, Siegen, nachzulesen im Bundesforschungsbericht Nr. 224, den positiven Effekt dieser Behandlungsmethode. Bereits damals war die offizielle Anerkennung der Petö-Methode empfohlen worden. Trotzdem gab es weiterhin große Probleme mit der Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen.
Die wissenschaftliche Prüfung der Petö-Methode unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. von Voß, München, ist eines der größten Nachkriegsprojekte des VdAK in Deutschland. Die Ergebnisse der fünfjährigen Untersuchung sind von den Leitern der Studie, Hubertus von Voß und Rainer Blank, im September 2002 als Buch herausgegeben worden (Blank, R. und von Voss, H.: „Konduktive Förderung nach Petö - Evaluation einer alltags- und aufgabenorientierten Therapie bei Kindern mit Zerebralparesen im Kindergarten- und Vorschulalter“). Sicherlich ist diese Studie die einzige Untersuchung einer Therapiemethode für Kinder mit Zerebralparese, die diesen Anspruch rechtfertigt. Trotz der neuerlichen Empfehlung der Petö-Therapie durch Prof. von Voß ist über eine Aufnahme in den bundesweiten Heil- und Hilfsmittelkatalog der gesetzlichen Krankenkassen, wahrscheinlich wohl aufgrund der desolaten finanziellen Situation der Krankenkassen, immer noch nicht entschieden worden. Mit dem sich daraus ergebenden Anspruch unserer Kinder auf diese effektive Therapie würde sicherlich ein Durchbruch in der Hilfestellung für körperbehinderte Kinder in Deutschland erreicht werden. Die augenblickliche Situation ist also immer noch so, dass viele Kinder mit ihren Familien unsere Unterstützung benötigen. Dazu bitten wir auch um Ihre Mitarbeit. Bitte informieren Sie Ihren persönlichen Bekanntenkreis über die Existenz der Petö-Methode und über Ansprechpartner vor Ort (www.fortschritt-muenster.de)!Natürlich nehmen wir auch Geldspenden für den guten Zweck an, für die Sie eine abzugsfähige Spendenquittung erhalten. Bitte geben Sie uns hierfür Ihre vollständige Anschrift an. Für eventuelle Rückfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit gern zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Ihr FortSchritt-Team in Münster
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